Besuch am Stuttgarter Flughafen

Ready for take off?

Abgehoben haben sie nicht bei ihrem Besuch auf dem Flughafen Stuttgart, aber backstage jede Menge von Gernot Becker über das Drumherum beim Fliegen erfahren, über das Drumherum und über den Flughafen, benannt nach dem ehemaligen OB der Stadt, Manfred Rommel.

Der Flughafen mit einer Gesamtfläche von 395 ha, die Hälfte davon begrünt, ist demanch das größte Biotop auf den Fildern.

Aktuellen Fallzahlen zufolge ist er für jährlich 11 Mio. Passagieren bei täglich ca. 270 Starts und Landungen mit einer Start-/ Landebahn auskömmlich, verfügt über 49 Parkplätze für das Fluggerät, hat 8 Brücken zum ein-/ aussteigen der Passagiere, und einen Tower, einzigartig in Europa, welcher aus sicherheitstechnischen Gründen außerhalb des Flughafengeländes positioniert ist.

Der sicherheitstechnischen Ausrüstung zuzurechnen ist eine Feuerwache, die ihresgleichen sucht. Ausgerüstet mit modernsten Gerätschaften zum Löschen und Bergen, rückt die personell gut aufgestellte Truppe zu jährlich 5.000 bis 6.000 Einsätzen aus, wovon ca. 5% den Flugbetrieb betreffen. Schnelligkeit ist das Maß aller Dinge, d.h., binnen drei Minuten nach Alarmierung ist das Team der Feuerwehr vor Ort, und kann mit deren Hightech-Fahrzeugen bereits bei der Anfahrt mit der Feuerbekämpfung starten. Wer verfügt schon über einen Wasserwerfer mit ca. 90 mtr Reichweite? Bei der Zahl der Einsätze ist zu bedenken, dass die Zufahrtstraßen zum Flughafen und die benachbarte Messe mit hinzuzurechnen sind.

Eine weitere Dimension ist der Geschäftsbetrieb selber, denn nicht weniger als 11.000 Mitarbeiter in ca. 300 Betrieben sind auf dem Flughafen beschäftigt, davon 1.100 bei der Flughafen GmbH selber.

Ob bei der Gepäckabfertigung, dieses gelangt kontrolliert in den Flieger, bei den täglichen 10.000 Passagierkontrollen, dabei werden ca. 250 kg Lebensmittel und persönliche Accessoires zurückgewiesen, beim Einsteigen in den Flieger, überall ist Präzision gefragt, denn zwischen Landung und Start sind gerade mal 30 Minuten vorgesehen, säubern, leeren des Sanitärbereichs, entladen, beladen, aussteigen, einsteigen, betanken und crosscheck inklusive. Die benötigte Menge an Kerosin wird für die Flugstrecke anhand von Ladung und Wetterbedingungen ermittelt, und in die Flügel gepumpt. Allein im Sommerflugbetrieb werden wöchentlich ca. 4,5 Mio. Liter Kerosin benötigt.

Besondere Bedeutung kommt der Thematik Klimaschutz zu. Ziel ist das geforderte CO²-Minimum bis 2040 zu erreichen. Oder das Sammeln des Oberflächenwasser in einem Kombispeicher mit Volumen 104.000 m³ zur weiteren Verwendung.

Vorbei am Hanger, in welchem drei Maschinen vom Typ A320 Platz zur Revision finden, gelangen wir zurück zum Verteilzentrum Gepäck, welches wir über einen Tunnel erreicht wird. Über Förderbänder gelangt das Gepäck zur Ausgabe, kontrolliert von einem Spürhund, der, wenn erfolgreich, zum Nachteil des Empfängers, sein Leckerli erhält.

Wir aber haben einen tiefen Einblick in das Geschehen um das Fliegen und unseren Landesflughafen erhalten, informativ, kurzweilig und teils humorvoll.

Herr Becker bedankte sich für das allgegenwärtige Interesse, wir uns für die hervorragende Führung, während der der eine oder andere bei seiner persönlichen Kontrolle ins Grübeln kam.

Abschluss fand unsere Aktion auf dem Deutschen Haus, und endete mit dem Dank an Helmut Winkelbauer für die Organisation dieses reibungslosen und ungewöhnlichen Besuches.

Dr Protokoller

Als Passagier betreten und verlassen wir das Gebäude mit dem Gedanken an unser Reiseziel. Unser Gepäck folgt uns kontrolliert.