GSV – Senioren,
nicht im Dienst der Feuerwehr, auch nicht zu Besuch,
jedoch zu Besuch des Feuerwehrmuseum

Vor 35 Jahren gegründet, sucht das Feuerwehrmuseum in Kirchheim u. Teck seinesgleichen.
Klein aber fein, bestückt mit Exponaten vorwiegend aus am Ländle, hätte hier jeder „Steppke“ seine Freude.

Egal ob

  • Dampfspritze von 1908, mit Leistungsmerkmalen vergleichbar heutiger moderner Feuerwehrfahrzeugen
  • der Mercedes/ Magirus Drehleiter LDL 17 von 1941, bei deren Restauration festgestellt wurde, dass die ursprüngliche Lackierung grün war und das Fahrzeug der Feuerlöschpolizei zugeordnet wurde.
    Diese Zuordnung der Feuerwehren von der gemeindlichen Aufsicht zur Polizeiaufsichtsbehörde wurde im preußischen Gesetz über das Feuerlöschwesen, am 15. Dezember 1933, festgelegt.
    Mit dem Erlass vom 1. März 1937 wurde festgelegt, dass die Fahrzeuge der Feuerwehren nicht mehr in rot, sondern in dunkelgrün (tannengrün), oder der damaligen Zeit gestundet, mit Tarn- an Stelle Leuchtfarbe lackiert werden.
  • der Kraftspritze KS20 Magirus von 1923
  • der Rarität, Drehleiter DL18 Mercedes Benz, vermutet werden, dass nur drei Exemplare in den Dienst der Feuerwehr gestellt wurden
  • dem Löschfahrzeug LF16TS Klöckner-Humbold-Deutz von 1959
  • dem Löschfahrzeug LF16TSF Klöckner-Humbold-Deutz von 1967
  • dem Löschfahrzeug Hansa Lloyd von 1937, von welchem insgesamt nur drei Exemplare hergestellt wurden, und das letztendlich verbliebene, nach bestätigen Recherchen, im Museum in Kirchheim steht
  • der Drehleiter DL25 Magirus von 1961
  • dem Tanklöschfahrzeug TLF15 Magirus von 1950
  • dem Löschfahrzeug LF16TSEH Magirus von 1966

die an der Besichtigung teilnehmenden GSV-Senioren waren ebenso begeistert.

die an der Besichtigung teilnehmenden GSV-Senioren waren ebenso begeistert.

Komplettiert wurde die Ausstellung durch den nachträglich erfolgten Ausbau des Obergeschoßes.
In diesem sind eine schier unendliche Anzahl von Ausrüstungsgegenständen besonderer Herkunft, Medaillen, Aufzeichnungen und Kopfbedeckungen, welche aufgrund deren Ausführung über den Dienstgrad Rechenschaft ablegen, ausgestellt.

Geschichtsträchtig, detailverliebt und stolz erörtert Herr Hirtreiter, dass die Idee Feuerwehrmuseum ausschließlich auf private Initiative hin aufgegriffen und in die Wege geleitet wurde, das Museum mit der örtlichen Feuerwehr in keiner Verbindung steht, ausgenommen gebäudetechnisch, und sämtliche baulichen Maßnahmen aus eigenen Mitteln, Spenden und Vereinsbeiträgen finanziert werden.
Dies trifft in gleicherweise auch auf die Fahrzeuge zu, deren Kosten sich im 5-stelligen Bereich bewegen, und je nach Zustand eine Restaurierung im Umfang von teilweise tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden erfordern.

Geschichtsträchtig auch der Hinweis auf das Schloss Kirchheim in Kirchheim unter Teck.
Es diente vom 17. bis zum 19. Jahrhundert traditionell als standesgemäßer Witwensitz (oft als „Witwenpalais“ oder Residenz für Herzogswitwen und Prinzessinnen) des Hauses Württemberg. Bekannte Bewohnerin Herzogin Henriette von Württemberg, welche bei einem Stadtbrand fehlende Ausbildung der damaligen „Feuerwehr“ erkannte, leitete Abhilfe in die Wege durch ihren Vetter, ausgerechnet au no aus Bada, der zur Ausbildung der Mannen von Kirchheim beitrug, und so den Grundstein für organisierte Feuerbekämpfung legte.

Voller Eindrücke endete eine knapp zweistündige Führung in einer Fragerunde, mit großem Dank an Herrn Hirtreiter, und mit anschließendem Besucherfoto.

Abschließend stand Stärkung und Erfrischung auf dem Programm. Dieser Tagesordnungspunkt wurde erfüllt auf dem Sulzburghof in Lenningen.

Unser Dank gebührt Helmut Winkalbauer, der diesen Event im Jahresprogramm der GSV-Senioren einmal mehr vorbildlich organisiert hat.

Dr Protokoller