Voralbkooperation

Alle Voralbvereine sind Kooperationspartner "fit & gesund" mit der AOK BW

gemeinsame Wanderung der Kooperationsvereine auf den Wasserberg

Samstag 17. Juni 2017

Kooperation Voralbvereine erhält Auszeichnung Großer Bronzener Stern

Neues aus der Kooperation

In der Kooperation unserer vier Voralb-Vereine TSV Bad Boll, GSV Dürnau, TSV Eschenbach und TSV Heiningen hat sich auch im vergangenen Jahr wieder allerhand getan und es wurden wieder einige wesentliche Fortschritte erzielt.

Ganz wichtig ist dabei vor allem, dass im Hinblick auf die gemeinsame interkommunale Sportstätten- und Sportangebotsentwicklung durch die Erstellung einer weiteren Sporthalle in Bad Boll und dem nunmehr beschlossenen Bau einer Mehrzweckhalle in Eschenbach durch den Gemeindeverwaltungsverband Voralb neue wichtige Impulse gesetzt wurden. Zum einen werden dadurch dringend benötigte zusätzliche Sporthallenkapazitäten geschaffen, die zumindest eine gewisse Erleichterung bei der angespannten Belegungssituation in unseren Voralbgemeinden mit sich bringen werden; zum anderen bieten die neuen Hallen für unsere Vereine die Möglichkeit, in enger Zusammenarbeit unsere gemeinsame Angebotsentwicklung voranzutreiben.

Gerade letzteres ist vor dem Hintergrund sich dynamisch entwickelnder gesellschaftlicher Veränderungen von größter Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unserer Vereine. Denn in dem Maße, wie sich die Nachfrage nach sportlichen Angeboten verändert, sind auch die Vereine dazu aufgerufen, ihre Angebote diesen Bedürfnissen entsprechend anzupassen. Wichtige Themen sind dabei die wachsende Bedeutung von trendsportlichen, gesundheitssportlichen und präventivsportlichen Angeboten, aber auch die Herausforderung der Ganztagsbetreuung an Schulen und Kindergärten und das Zur-Verfügung-Stellen altersgerechter Übungseinheiten. Dabei zeigt sich immer deutlicher, dass solche Angebote nicht mehr nur am Abend, sondern mehr und mehr auch nachmittags und morgens eingerichtet werden müssen.

Ganz besonders profitieren wird die Gemeinde Eschenbach von der dort in Planung befindlichen Halle. Denn der TSV Eschenbach musste und muss bisher einen Teil seines sportlichen Angebots in dafür nur sehr eingeschränkt geeigneten Räumlichkeiten durchführen und besaß fast keine Möglichkeit zu einer Weiterentwicklung seines Angebotsprofils. Ferner wird die räumliche Nähe der neuen Halle zu Schule und Kindergarten und ihre Platzierung zwischen den beiden Ortsteilen für eine schnelle und leichte Erreichbarkeit sorgen und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten schaffen, die dort bislang schmerzlich vermisst wurden.

Noch immer keine befriedigende Lösung zeichnet sich indes für die Handballer des TSV Heiningen ab. So steht weiterhin in den Sternen, was aus dem Projekt einer ballsporttauglichen Trainingshalle bei der Voralbhalle werden wird, die schon seit vielen, vielen Jahren dringend benötigt wird und bei der die Diskussion nicht so recht vorankommt. Bei so vielen am Spielbetrieb teilnehmenden und zu einem erheblichen Teil hochklassig spielenden Mannschaften ist eine Trainingssituation am Ort, bei der nicht einmal der rein rechnerisch durchschnittliche Bedarf an Hallenfächen für eine Gemeinde dieser Größe vorhanden ist, außerordentlich unbefriedigend. Es wäre sehr zu wünschen, dass sich auch dort endlich etwas entscheidendes zum positiven bewegte.

Wenn sich die Situation in Bad Boll auch bisher schon etwas entspannter darstellte und der dortige Hallenneubau in erster Linie mit Blick auf die Bedarfe des Schulstandorts erfolgt, gilt aber auch hier, dass der organisierte Sport damit eine wichtige und wertvolle Entwicklungsperspektive erhält. Dabei spielt das Miteinander von Schule und Verein eine nicht ganz unbeträchtliche Rolle. Dem wurde jetzt auch schon dadurch Rechnung getragen, dass es dem TSV Bad Boll gelungen ist, mit Krisztian Szekerczes einen Sportpädagogen zu engagieren, der nicht nur das Gerätturnen beim TSV Bad Boll auf eine neue Grundlage stellen soll, sondern in einem erheblichen Umfang auch in der Ganztagsbetreuung an der dortigen Heinrich-Schickhardt-Schule eingesetzt wird. Neben Marilena Costanzo verfügen die vier Kooperationsvereine damit inzwischen über zwei hauptamtliche Sportfachkräfte, die die beiden Lebenswelten Schule und Verein zum Wohle aller miteinander verbinden.

Unterstützt werden die beiden "Profis" dabei weiterhin von zwei Freiwilligendienstleistenden, die - formal dem TSV Heiningen als Einsatzstelle zugeordnet - ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport absolvieren und sowohl in unseren vier Vereinen als auch an der Heinrich-Schickhardt-Schule, an der Grundschule Dürnau-Gammelshausen, an der Grundschule Eschenbach und an der Ernst-Weichel-Schule in Heiningen tätig sind. Nachdem unsere ersten beiden Freiwilligen Heike Gerl und Jessica Motzer ihr FSJ mit dem Schuljahr 2014/15 beendet haben, haben im jetzigen Schuljahr 2015/16 Nina Müller und Luca Stegmaier inzwischen deren Aufgaben übernommen. In Kürze werden die Kooperationsvereine dann schon wieder vor der freudigen Aufgabe stehen, erneut zwei Nachfolger für das Schuljahr 2016/17 zu suchen und auszuwählen.

Wie bereits oben erwähnt, wird in Zukunft das Thema Gesundheitssport als Aufgabenfeld für den organisierten Sport eine immer weiter steigende Bedeutung einnehmen. In diesem Zusammenhang werden auch spezielle Angebote für sogenannte "Risikopatienten", aber auch Angebote in den Feldern "Herzsport", "Diabetessport" und "Sport nach Krebs" immer wichtiger. In diesem Zusammenhang haben die Kooperationsvereine bereits erste Sondierungsgespräche mit einigen Hausärzten aus unseren Heimatgemeinden geführt, um Möglichkeiten einer intensiven Zusammenarbeit im Interesse der Betroffenen auszuloten. Es ist das gemeinsame Ziel der vier Vereine, in den kommenden Jahren in diesen Bereichen Zug um Zug weiter voranzukommen.

Last but not least soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass im kommenden Jahr das Gau-Kinder- und Jugendturnfest des Unteren Bezirks im Turngau Staufen zum ersten Mal zusammen von allen vier Kooperationsvereinen ausgerichtet werden wird. Wie in diesem Jahr, als die Veranstaltung in Dürnau stattgefunden hat, werden dazu etliche hundert Kinder mit ihren Betreuerinnen und Betreuern sowie ihren Angehörigen erwartet. Den vier Kooperationsvereinen steht damit eine weitere organisatorische Herausforderung bevor und es ist zu hoffen, dass uns allen ein Fest des Sports mit vielen fröhlichen Kindergesichtern ins Haus steht.

Wolfgang Schubert, Geschäftsstelle Kooperation Voralb 

Voralbkooperation erhält Nachhaltigkeitspreis des WLSB Förderkreis

Am vergangenen Freitag, den 27. Februar 2015 durften die vier Kooperationsvereine im Voralbgebiet, der TSV Bad Boll, der GSV Dürnau, der TSV Eschenbach und der TSV Heiningen eine weitere Sternstunde erleben.

Die vier Vereine wurden nämlich bei einer Feierstunde im SpOrt Stuttgart von der Stiftung des Württembergischen Landesportbundes für ihr gemeinsames Tun mit dem Nachhaltigkeitspreis 2014 bedacht.

Die Laudatio zu der mit 5.000,- Euro dotierten Auszeichnung hielt dabei der Präsident des Landessportbundes Klaus Tappeser, der in Anwesenheit des Stiftungsrates, hochrangigen Verbandsfunktionären, Vertretern der Wirtschaft sowie der Baden-Württembergischen Sozialministerin Altpeter der fast vierzigköpfigen Delegation der Kooperationsvereine bescheinigte, dass deren Vereine bei insgesamt fast 100 Bewerbungen in drei Kategorien als hochverdiente Sieger aus dem landesweit ausgeschriebenen Wettbewerb hervorgegangen seien.

Besonders beeindruckt habe die Preisjury vor allem auch der Umstand, dass die Voralbvereine trotz der schon vorhandenen Fülle an beispielhaften Aktivitäten ihre Zusammenarbeit kontinuierlich weiter entwickelt hätten und unermüdlich neue Akzente setzten.

Ebenfalls an dem Abend vergeben wurden ein Nachhaltigkeitspreis, den die Firma Kärcher für das Sparen von Wasser ausgelobt hatte und der an den SV Edelfingen ging, sowie ein Sonderpreis des Sozialministeriums für "Motivations- und Gewinnungsmodelle", die dem Ziel dienen, Jugendliche an die ehrenamtliche Mitarbeit in Sportvereinen heranzuführen. Hier war Preisträger die SG Schorndorf. Berechtigt zur Teilnahme an dem Wettbewerb waren alle rund 11.000 Sportvereine der Landessportbünde Württemberg, Baden Nord und Baden Süden.

Dabei ist es gerade einmal ein gutes Jahr her, dass die vier Kooperationsvereine im Voralbgebiet beim Stuttgarter Sportkongress für ihre vorbildliche und beispielhafte Zusammenarbeit mit dem Innovationspreis für Turn- und Sportvereine ausgezeichnet wurden.

Ihre seit Ende 2011 gemeinsam entwickelten und erfolgreich in die Praxis umgesetzten Ideen wurden schon dort als so überzeugend erachtet, dass nicht nur der Schwäbische Turnerbund, sondern auch die Sportregion Stuttgart und der Deutsche Turnerbund die gemeinsame Projektarbeit der Voralbvereine als "überragendes Zukunftsmodell" für mittelgroße Sportvereine mit einer Ausstrahlungskraft weit über den organisierten Sport hinaus bewertet hatten. Mit ihr versuchen die vier Vereine, auf die großen Herausforderungen eine Antwort zu finden, die mit den tiefgreifenden Veränderungen in unserer Gesellschaft verbunden sind. Stichworte dabei sind u. a. der demographische Wandel, ein verändertes Freizeitverhalten, fehlender Nachwuchs im Ehrenamt bei sich ständig erhöhendem Qualitätsdruck auf die Verantwortlichen, eine schwindende Mitgliederbindung, die durch kommerzielle Sportanbieter verschärfte Konkurrenzsituation, die flächendeckende Einführung der Ganztagesschule und - last but not least - die sich kontinuierlich ändernde Nachfrage nach neuen, flexiblen und zeitgemäßen Sportangeboten - eine hoch brisante Gemengelage, die immer mehr Vereine in erhebliche Bedrängnis bringt.

Grundidee der Voralbvereine ist es dabei, ihre Vereinsstrukturen Zug um Zug diesen Veränderungen anzupassen sowie durch eine intensive Verbindung des Ehrenamts mit hauptamtlicher Tätigkeit und durch die Bildung von Kooperationsnetzwerken mit Gemeindeverwaltungen, Krankenkassen, Schulen, Kindergärten und sonstigen Institutionen innerhalb und außerhalb des organisierten Sports tragfähige und zukunftsorientierte Lösungen zu finden, die allen nützen.

Die Einzelheiten dieses Konzepts, das in Fachkreisen inzwischen unter der Bezeichnung "Voralb-Modell" erhebliche Beachtung gefunden hat, wurde und wird weit über die Landesgrenzen hinaus immer wieder in Vorträgen und Präsentationen auf Vereins-, Verbands- und Kommunalforen vorgestellt.